von Alexander Kühne
DOI: 10.36206/BP2025.01
Der Sprecher des Repräsentantenhauses nimmt eine Schlüsselrolle im politischen System der USA ein; seine Entscheidungen und sein Führungsstil haben weitreichende Auswirkungen auf die nationale Politik. Doch Konflikte innerhalb der Republikanischen Partei haben in den letzten Jahren dieses Amt beschädigt. So wurde in der 118. Legislaturperiode mit Kevin McCarthy erstmalig ein Sprecher abgewählt – gestürzt von einer kleinen Gruppe Abgeordneter aus der eigenen Partei. Erhebliche Differenzen innerhalb der Republikaner erschwerten auch die Wahl seines Nachfolgers Mike Johnson. Die Geschehnisse verdeutlichen nicht nur die Abhängigkeit von Donald Trump, sondern auch die zunehmende Polarisierung innerhalb der Republikanischen Fraktion
sowie die Schwierigkeit, tragfähige über- und innerparteiliche Kompromisse zu finden und eine stabile politische Führung im Repräsentantenhaus zu gewährleisten.
Das Wichtigste in Kürze:
Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses spielt eine äußerst wichtige Rolle bei der Zusammenarbeit von Legislative und Exekutive. Sein Amt umfasst unter anderem weitreichende verfahrenstechnische und (partei-)politische Aufgaben im Gesetzgebungsprozess. Streitigkeiten innerhalb einer polarisierten Republikanischen Mehrheitspartei haben in der 118. Legislaturperiode (2023 bis 2025) jedoch das Amt des Sprechers beschädigt:
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